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Dystonie.Spastik 

 

Berlin-Brandenburg

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Dystonie

Der Begriff der Dystonie wurde in den achtziger Jahren des 20. Jahrhundert von englischen und amerikanischen Wissenschaftlern wissenschaftlich geprägt. Man versteht hierunter heute unwillkürliche Bewegungen, die mit gleichzeitigen Kontraktionen von normalerweise synchron arbeitenden Muskeln einhergehen (sogenannte Kokontraktionen).

 

Das Prinzip der Ent- und Anspannung von unterschiedlichen Muskelpartien ist bei der Dystonie grundsätzlich gestört. Die etymologische Herleitung von Dystonie bedeutet genau das: Fehlstellung von Muskeltonus (altgriechisch dys=schlecht/falsch, tonos=Spannung).

 

In Berlin wurde bereits zu Beginn des 20. Jahrhundert die sogenannte Dystonia musculorum deformans von Herrmann Oppenheimer (1858-1919; zunächst Universitäts-Nervenklinik Charité, später Privat-Institut in Berlin) beschrieben, eine Bewegungsstörung, die alle Körperteile betreffen kann und mit erheblichen Behinderungen einhergeht.

 

Die Krankheitsbilder der Dystonie werden seit den achtziger Jahren des letzten Jahrhundert in fokale, segmentale und generalisierte Dystonien eingeteilt (federführend beteiligt u.a. David Marsden, London; Stanley Fahn, New York). Man versucht hierbei der unterschiedlichen anatomischen Verteilung der Muskelkontraktionen aus klinischer Sicht gerecht zu werden.

 

Dystonien werden häufig als nicht organisch, d.h. psychogen eingestuft , insbesondere von Laien, Ärzten, seltener von Betroffenen, die mit den vielfältigen, mitunter bizarren Erscheinungsbildern (Phänotyp) der Dystonie nicht ausreichend vertraut sind.

 

Die klinische Grundlagenforschung hat vereinfacht ausgedrückt gezeigt, dass der Rhythmus umschriebener Hirnareale gestört ist und damit die Kommunikation von über- und untergeordneten Hirnarealen.